Samstag, 11. März 2017

Schnupperwochen an der Universität "Games Academy" [Take one]

Heyho Dokushas,
heute bringe ich euch mal ein ganz anderes Review. Nicht eins von einem Buch, einem Film oder einer Serie, nein, es geht um die letzte Woche, die ich in Berlin verbracht habe und nicht im schönen Thüringen. (Berlin ist so verdammt groß...ah!)
Ich bin ja nun auch in der Bewerbungsphase, um an Unis oder Ausbildungsstätten einen Platz zu bekommen, schließlich kann ich nicht mein Leben lang ein freiwilliges Ökojahr machen, und folge da einfach meinen Interessen. Da so einen Schnupperkurs über zwei Wochen in der Games Academy mitzumachen ist schon sehr hilfreich. Weiter rede ich jetzt auch nicht, denn ihr könnt das ja gleich lesen, warum und wieso und weshalb ich in Berlin bin.

Viel Spaß~




Meine erste Schnupperwoche


Sonntag:
Ich fange einfach mal nicht gleich mit Montag an, sondern mit Sonntag. Am Sonntagnachmittag/ fast schon Abend bin ich mit dem Fernbus schön gemütlich von Erfurt aus nach Berlin getuckert. Ich habe zwei Stunden geschlafen und danach die wundervolle schwärze der Nacht beobachtet. Sie ist gerade zu frühen Abendstunden sehr aktiv!
 In Berlin angekommen wurde ich nicht gleich wie erwartet von meinem Cousin abgeholt, bei dem ich die Wochen übernachte (er macht übrigens ein Freiwilliges Jahr der Beteiligung in Berlin, sonst wohnt er auch in Thüringen), da er die Zeit vertrieft hatte, und bin allein zu dem S-Bahnhof, den er mir gesagt hatte. Mit dem Kartenschalter kam ich erst einmal nicht klar und deswegen musste mein Cousin mich doch noch abholen. So ein guter Mensch x3 Zusammen sind wir also die fünf Minuten zu seiner WG-Wohnung zurück gefahren und haben den Abend in einer Altbauwohnung ausklingen lassen.

Montag:
Um kurz vor halb acht aufstehen an einem Montag zu meinem Geburtstag! War dann doch einfacher als es sich anhört, schließlich muss ich manchmal auch so früh an meiner Arbeit aufstehen und es ist auch nicht mehr so dunkel, wie noch vor zwei Wochen um diese Uhrzeit. Da mein lieber Cousin bis Dienstag frei hatte, habe ich mich also alleine auf den Weg gemacht und mir mithilfe von Apps und Google Maps den richtigen Weg gesucht. Die U-Bahn war gerammelt voll. Die Erste habe ich deswegen ausfallen lassen, aber bei der zweiten war es nicht besser... Ein mal habe ich mich sogar verlaufen, aber letzten Endes saß ich dann doch pünktlich um 9 Uhr mit sieben anderen Teilnehmern in einem der Unterrichtsräume. Ich war bis dato nicht nur das einzige Mädchen, sondern auch die Jüngste. Wir haben da wirklich von 25 bis 38 alles sitzen :D
 Nachdem wir uns alle vorgestellt hatten ging es auch schon um das Interactiv Storytelling am Beispiel des Helden. Corinna Nickel zeigte uns an den Beispielen von Star Wars, Harry Potter und Zootopia die zwölf Punkte der Heldengeschichte. Das alles war wirklich sehr Interessant, da wir es auch die letzte Stunde selbst anwenden konnten und uns so für ein Breakoutspiel eine Geschichte ausgedacht haben. Macht das erstmal. Das ist wirklich so ein simples Spiel und da rein dann eine Story zu packen... puuh! Aber blitzschnell war es 16:30 Uhr und der Tag somit zu Ende. Zumindest zum Teil. Ich war noch schön mit meinem Cousin und ein paar Freunden von ihm Waffeln essen. Zu Hause habe ich dann die Geschenke von meinen Eltern und Großeltern aufgemacht und siehe da, neben ganz viel Süßkram und Geld auch ein Gedichtband von Till Lindemann. Ein Gedichtband!! Von Till Lindemann!! *fangirlmode*



Der Fernsehturm





Dienstag:
Wieder so früh aufstehen, aber wieder war ich vor dem Wecker wach. Diesmal war die U-Bahn nicht so voll und den Weg kannte ich nun auch. Als wir alle schon saßen, stellte sich heraus, dass wir Frauenzuwachs bekommen hatten. Juhu, ich war nicht mehr die Einzige :D
An diesem Tag ging es dann auch endlich mal an die schönen PCs, an denen wir schon am Vortag saßen. Wir hatten Konzeptentwicklung in Photoshop mit Heiko Ihde. Super netter und sympatischer Mensch, wirklich! Nach einer Einführung in Photoshop entwickelten wir einzeln das Aussehen unseres Spieles. Verschiedene Layouts für Blöcke entstanden, sowie Endgegner (bei mir habe ich dafür ein Foto eines Freunden genommen), Booster und das Paddl. Wenn man sich einmal eingefuchst hatte, konnte man auch ganz schnell die Dinge kreieren, die man sich vorstellte.
Nachmittags war ich dann noch mit meinem Cousin einkaufen, wobei ich mich erneut verlief, weil er zu ungenaue angaben gemacht hatte und ich mich schließlich in Berlin (sie ist so groß!) nicht auskenne, und noch als Geburtstagsgeschenk meines Onkels in einem Burger Laden. Gott war der Pulled Beef Burger gut! Ich hätte zehn davon essen können, obwohl ich dann wahrscheinlich geplatzt wäre!


Level 1




Layout





Mittwoch:
Same procedure as every day. Diesmal hatten wir Brettspiele mit Sylvius Lack in dem Raum, der an die Dachterrasse grenzt, was für die Raucher ziemlich angenehm war, denn sie mussten nicht die zehn Treppen wieder runter laufen. Zwar nicht die schönste Gegend, aber  man hatte einen super Blick auf den Fernsehturm und wenn es schönes Wetter gewesen wäre, hach...
Erneut wurde es ein super spannender Tag, denn wir haben unsere Storyidee mehr auf ein Breakoutspiel abgestimmt, Ideen verworfen oder neue gefunden und dabei fast die Zeit vergessen als jeder seine Ideen vorstellte.



Veranschaulichung der Ideen und des Konzeptes





Donnerstag:
Modeling Basics. Wir fingen eine Stunde später an, da Sebastian Zimmermann mit der deutschen Bahn kam. Supi! Erneut hatten wir einen super netten Menschen, aber das kann ich eigentlich von allen sagen, denen ich bis jetzt bei der Games Academy begegnet bin.
Die Menschen, die hinter dem Modeling stecken, machen so ziemlich den Charakter zu etwas, was uns anspricht und in vielen Games in seine Rolle schlüpfen lässt. Sebastian erklärte uns die Grundzüge des 3Ds Max und formte mit uns die Blöcke, die Wände und den Rest, den wir brauchen, um unser Spiel wirklich schön aussehen zu lassen und ihm einen 3D Effekt zu geben. Vorher haben wir aber noch einen Stuhl gemacht, um zu üben. Einen schönen Ikeastuhl :D
 Der Tag wurde recht lang, da wir unser Ziel nicht geschafft hatten. 16:30 Uhr hatten wir alle nur unseren Block mit dem Layout aus Dienstag versehen und hatten noch unsere Wände und den Rest vor uns. Ich habe ab da Schluss gemacht, da ich zu viel Input hatte und einfach einen freien Kopf brauchte. Gegen 20 Uhr hätte ich weiter machen können, aber da war die Academy schon zu und unser Dozent wollte ja auch irgendwann mal Feierabend haben.



Croissant spendiert bekommen



Die Anfänge, die gelöscht werden




Freitag:
Weiter ging es nochmal mit Sebastian. Als ersten haben wir die restlichen Sachen für unser Spiel zu Ende gebastelt und das hat uns sage und schreibe nur ein einhalb Stunden gekostet. Glaube ich, kann auch weniger sein. Wir wussten schließlich diesmal, was auf uns zukam :D
Nach einer kleinen Pause, in der ich mir doch tatsächlich einen Kaffee machte, weil ich sonst nicht durchgehalten hätte, ging es mit Texture Basics weiter. Ebenso super interessant, wie der Rest zuvor. Wir haben erst einmal ein kleines Model kreiert, auf die wir dann Texturen gebastelt und ein bisschen rumgespielt haben. Manche Befehle habe ich schon wieder vergessen, die man dafür eingeben kann... hm. Auf jeden Fall haben wir einen super süßen (und etwas verunstalteten) Pilz aus Mario erbaut. War manchmal ziemlich schwierig, weil wir ja nicht wirklich wussten wo was war, aber immerhin ging es diesmal schneller, als am Tag zuvor, da wir alle die selbe Figur erstellten.



Aller Anfang ist schwer. Grundmodel erstellen



Panel als Vorlage. Augen massakrieren



So machen wir also Texturen...

Als ich wieder zu Hause war, habe ich an der Lesenacht Teil genommen, wie ihr eventuell seht. War supi, obwohl ich so fertig war.




Warum mache ich einen Schnupperkurs an der Games Academy?


Na so rein theoretisch steht das ja schon alles oben. Ich habe im Dezember oder früher einen Infotag in Frankfurt mitgemacht und fand ihn schon sehr anschaulich, aber da fehlte noch etwas. So eine Schnupperwoche eignet sich dafür sehr, denn so hat man einfach einen direkten Einblick in das, was man später studiert und auf der Arbeit macht. Ich habe bis heute sehr viel gelernt und mein Wunsch, Game Designer und Digital Artist zu werden, hat sich mehr gefestigt, als dass es losgelassen hat. Dafür kann ich auch einige Überstunden in Kauf nehmen, sofern ich daran dann nicht zerbreche.

Ich kann nur jedem empfehlen, der an einer Uni oder ähnlichem studiert und die solche Angebote anbieten, diese auch wirklich für voll zu nehmen, denn es hilft einem sehr in der Entscheidung, ob man den Job wirklich machen will oder nicht. Uns wird dadurch ermöglicht direkt zu erfahren, was wir als Wissen benötigen und lernen für den späteren Beruf. Schnupperwochen sollte es öfters geben. 




Oh ein gutes Zitat muss ich euch noch bringen. Wir basteln gerade an unserer Figur:
Willi: ...muss ich jetzt auf die Mikrowelle klicken oder den Backofen?
Alle sind so irgendwie am Lachen und Sebastian einfach: Klick auf den Backofen.
:D








Ich setzte mich jetzt mal an meine Mappe und zeichne weiter.
Morgen folgt ein Post zu: Was ist die Games Academy überhaupt, damit ihr einen näheren Einblick habt, von was ich hier überhaupt rede.
Bis dahin,
Anna

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